Eric Burdon mit neuer CD und Hits auf Tour

Ab Mitte November gastiert Eric Burdon nochmals für eine Konzertserie live in Deutschland. Auf Tour präsentiert der ehemalige Animals- und War-Sänger neben Hits wie „House Of The Rising Sun“, „Don't Let Me Be Misunderstood“ oder „We Gotta Get Out Of This Place“ sein erstes Studioalbum seit 2006. Während Musikerkollegen seines Alters (72) sich längst zur Ruhe... Diesen Beitrag weiterlesen »

Dan Baird and Homemade Sin – Dr Dixie’s Rollin’ Bones

MEDIUM: 1 LP
VÖ: 11.10.2013
LABEL: Secret Records
STIL: Rock’n'Roll

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LINE UP:
Dan Baird (Guitar, Vocals)
Ken McMahan (Guitar, Vocals)
Keith Christopher (Bass, Guitar, Vocals)
Mauro Magellan (Drums)

Guests:
Spike (Vocals, Harmonica) on Track 3,4,5 (B-Side)
Paul Guerin (Guitar, Vocals) on Track 3,4,5 (B-Side)
Nick Cumpdty (Guitar, Bass) on Track 3,4,5 (B-Side)

Am 5. Oktober 2005 gaben Dan Baird and Homemade Sin in JB’s Dudley ein Konzert, das jetzt auch auf Vinyl gepresst wurde. Wer Dan Baird kennt, weiss das seine Shows ein Garant für kernigen, rauen Rock’n'Roll sind und so verwundert es auch nicht, das die Platte ein gelungenes Versatzstück seines Schaffens ist. Besonders auf der B-Seite zünden die Jungs ein Feuerwerk Dan’s Hits ab. Leider ist die Scheibe schon zu Ende, wenn der Hörer gerade so richtig in Fahrt kommt. Die Platte macht so einen Spaß, wie man es von seinen Konzerten gewohnt ist. Ehrlich und voller Spielfreude lassen die Jungs es ordentlich krachen. Da stört auch mal ein falscher Ton nicht. Trotz aller Freude hätte ich gerne das komplette Konzert gehört.

Die Ausstattung ist eher spartanisch. Ein einfaches raues Pappcover mit einer nicht gefütterten Innenhülle. Aber dafür wurde der Mittschnitt auf 180gr. Vinyl gepresst, was für die magere Ausstattung entschädigt. Der Sound ist für eine Live-Aufnahme sehr gut und transportiert somit die Songs hervorragend. Leider sind auch auf diesem Vinyl, wie bei so vielen heutzutage, leichte produktionsbedingter Verschmutzungen. Also, vor dem Auflegen unbedingt die Reinigungsbürste einsetzen. Ansonsten eine lohnende Anschaffung für alle Freunde ehrlichen Rock’n'Rolls!

TRACKLIST:
Side A:
01. It Comes To Me Naturally
02. 6 Years Gone
03. Julie And Lucky
04. I Love You Period
05. Dixie Beaux Deraunt

Side B:
01. Younger Face
02. Keep Your Hands To Yourself
03. Be Good To Yourself
04. Battleship Chains
05. Like A Rolling Stone

 

Mike

Barry McCabe / Beyond The Tears

MEDIUM: 1 CD
VÖ: 2006
LABEL: Eigenproduktion
STIL: Celtic-Blues

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LINE UP:

Barry McCabe (Lead Vocals, Guitars)
Pat Mcmanus (Guitar)
Sean Maguire (Bass)
Ronald Oor (Drums)

Guests:
Johnny Fean (Guitar, Backing Vocals)
Mark Feltham (Harmonica)
Mick Kinsella (Harmonica)
Jo Marsh (Accordion)
Pascalle Smolders (Backing Vocals)
Peter Van Bogaert (Hammond Organ)
Frankie Vee (Hammond Organ)

 

Acht lange Jahre haben wir auf ein neues Studio-Album von Barry McCabe warten müssen. 1998 veröffentlichte der Ire seinen letzten Output “The Peace Within”, der nicht nur von Genre-Kennern hoch gelobt wurde. Celtic-Blues nennt Barry seine Musik. Um diesen in die Welt zu tragen, arbeitet der Mann hart, und wer ihn schon mal live auf der Bühne gesehen hat, ist sofort von seiner energiegeladenen Show gefesselt.

Das nun vorliegende Album wirkt sehr ausgereift. Was mich allerdings ein wenig verwunderte, war die Tatsache, dass es auf dieser CD keine Uilleann Pipes zu hören gibt, da dieses Instrument den Sound von Barry McCabe in der Vergangenheit doch maßgeblich mitprägte. Doch Barry war der Meinung, dass die Platte anders klingen sollte und er sich nicht wiederholen wollte. Der Erfolg scheint ihm Recht zu geben. In Irland wird das Album sehr oft im Radio gespielt, öfter als irgendeine seiner vorherigen CDs.

Der Produktions-Manager von U2 meinte sogar: »Ich höre mir nun Barrys CD zum dritten Mal an und muss sagen, es ist sein ‘erwachsenstes’ Album. Wenn ich die Augen schließe und “Trouble” höre, meine ich, dass Horselips heute so klingen würden. “The Sunset Waltz” ist ein Meisterstück und “Catch Me If You Can”, “Rollin”, “In The Dead Of Night”…exzellent. Würden die Stones heute solche Songs schreiben, man würde sie als Genies feiern«. Das sind verdammt viele Vorschusslorbeeren. Dann wollen wir uns das Werk mal etwas genauer anhören.

“Johnny Nobody” macht erst mal richtig Dampf. Ein eingängiger Gitarrenriff leitet den Song ein und rockt in typischer Manier, wie man es von Barry McCabe gewohnt ist. Allerdings ist der Song eine Ausnahme auf dem Album. Weiter geht es in ruhigeres Fahrwasser. “In The Dead Of Night” ist im Midtempo-Bereich angesiedelt und verbreitet eine wohlige Peter Green-Stimmung. Einfühlsame Tastenläufe umschmeicheln den Song. Leider ist im Booklet nicht ersichtlich, wer hier die Tasten drückt. Vom Sound und der Spielweise her, vermute ich mal das es sich um Peter van Bogaert handelt, der eine Zeit lang mit Julian Sas auf der Bühne stand.

Orgel und Harmonika leiten die Ballade “Crazy Love” ein. Piano Einsprengsel veredeln den Song, der hervorragend von Barry gesungen wird, ja Barry schafft, was eigentlich unmöglich scheint: Er toppt Mr. Morrisons ausdrucksstarken Gesang.

“Catch Me If You Can” ist eine von drei Instrumental-Nummern, die mehr oder weniger irisch angehaucht sind und für mich zu den Highlights dieser CD zählen. Sehr gut gelungen ist hier der Einsatz des Akkordeons, gespielt von Jo Marsh. Ein schleppender Groove, tolle Orgeleinspielungen und ein etwas monotoner Gesang machen “Trouble” aus. Das Gitarrensolo am Ende des Songs gefällt mir hier besonders.

“Arthur” ist das zweite Instrumental auf der Scheibe. Nur mit der akustischen Gitarre und der Harp gespielt. Sehr emotional. Worte hätten diesem Song vermutlich nur geschadet. Schließt man die Augen, kann man die saftig, grüne Landschaft Irlands förmlich sehen. Plötzlich macht sich Fernweh breit.

Ein weiterer Song, der sehr gefühlvoll zelebriert wird, ist “I Wonder”. Wieder untermalt die Hammond-Orgel den Song gekonnt. Die Stimme von Barry kommt hier besonders gut zur Geltung.

“Rollin’” rockt dann wieder gut ab. Bei diesem Song sind besonders die Einlagen der Harp zu erwähnen, die vermutlich von Mark Feltham eingespielt wurden, der als Gast auf diesem Album mitwirkte. Und für die, die Mark Feltham nicht kennen, sei angemerkt, dass er viele Jahre

Rory Gallagher begleitete und heute bei Nine Bellow Zero ein neues musikalisches Zuhause gefunden hat.

Bei “Lonely Road” wird es wieder etwas ruhiger. Ein sehr schönes Solo macht diesen Song zu einem besonders gelungenen Stück. Gefühle wurden auf diesem Album sehr groß geschrieben.

So auch im nächsten Stück “Bye Bye Johnny – Be Good”, das nicht mit dem Klassiker von Chuck Berry zu verwechseln ist, denn die beiden Songs haben, außer dem Titel, absolut nichts gemeinsam. Der letzte Instrumental-Song “The Sunset Waltz” beschließt dann auch gleichzeitig die CD. Eine weiteres Indiz für die starke Verbundenheit von Barry McCabe mit seinen irischen Wurzeln. Auch hier reichen Gitarre und Harp, um einen sehr schönen Track vorzutragen.

Im Großen und Ganzen ist das Album sehr gut geworden, sehr emotional und gefühlvoll. Allerdings fehlen mir auf diesem Rundling noch ein paar Abgeh-Nummern. Die hätten das Werk sicherlich noch etwas aufgelockert. Wie dem auch sei, kann ich diese Scheibe ohne Bedenken jedem empfehlen, der sich für gute Musik aus dem Bereich Celtic-Blues interessiert, wobei ich die Leute nicht ausnehmen möchte, die gerne auch mal hinter den Horizont schauen.

 

TRACKLIST:
01. Johnny Nobody
02. In The Dead Of Night
03. Crazy Love (Van Morison)
04. Catch Me If You Can
05. Trouble
06. Arthur (dedicated to Arthur Conley)
07. I Wonder
08. Rollin’
09. Lonely Road
10. Bye Bye Johnny – Be Good
11. The Sunset Waltz

 

Mike

 

Status Quo – Back2SQ.1 – The Frantic Four Reunion 2013 – Live In Glasgow

Status Quo - Quo Live, war eine meiner ersten LPs. Ich glaube es hat bis heute keine andere Plattes so oft auf den Teller bei mir geschafft, wie diese. Damals waren noch der Drummer John Coghlan (bis 1981) und Alan Lancaster (bis 1985) dabei. 2013 startete die Band eine Reunion-Tour, die am 4.10.13 auch auf Vinyl veröffentlicht wird. Aufgenommen wurde das Ganze am 9./10. März 2013 in Glasgow. Ich bin schon echt auf das Ergebniss gespannt. Bei YouTube kusierende Videos wecken die Hoffnung auf einen gelungenen Tonträger! Das Album wird als 180gr. Vinyl ausgeliefert... Diesen Beitrag weiterlesen »

The Bottle Rockets – Lean Forward

MEDIUM: 1 CD
VÖ: 2009
LABEL: Blue Rose Records
STIL: Rock

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LINE UP:
Brian Henneman (guitar, vocals, Dobro, electric sitar)
Mark Ortmann (drums, percussion)
John Horton (guitar, mandoline)
Keith Voegele (bass, vocals)

Guests:
Eric Ambel (guitars, vocals, keyboards)
Rob Arthur (piano, organ)
Jim Duffy (organ)
Joe Flood (fiddle, vocals)
Sammy Merendino (percussion)
Mark Spencer (electric piano)


Gitarrenrock made in USA steht heute auf meinem Programm.

Nach drei Jahren Abstinenz ging es für die Bottle Rockets mal wieder ins Studio, um eine neue Platte aufzunehmen. Als Produzent konnte ein früherer Weggefährte der Band Eric ‘Roscoe’ Ambel gewonnen werden, der schon in den 90ern die Band betreute.

Der Sound lässt keine Wünsche übrig. Satte Bässe, saubere Höhen und angenehm in den Mitten. Die CD wurde in ein schickes Digipak gesteckt. Lediglich auf ein Booklet mit den Lyrics wurde verzichtet.

Auf dem aktuellen Album “Lean Forward” kommen die Bottle Rockets ziemlich schlaksig, relaxt rüber und erinnern öfter mal an die Georgia Satellites.

Vom flott rockenden Song über Mid-Tempo-Rocker bis hin zu gefühlvollen Balladen und sogar einem poppigen Stück ist alles auf dieser abwechslungsreichen Platte zu hören. Die handwerklichen Fähigkeiten der Band und ihrer Gäste werden voll ausgespielt.

Besonders gut gefallen haben mir der Kracher “The Long Way”, das poppig groovende “Done It All”, die eingängige Ballade “Open Your Eyes”, sowie das countrylastige “Get On The Bus”, in dem die Fiddle von Joe Flood genauso zum Einsatz kommt, wie die Mandoline von John Horton. Für mich übrigens der beste Song auf diesem Album.

Leider gibt es auch einen Ausfall auf der Platte und der heißt “Kid Next Door”. Das Stück ist in meinen Ohren absolut belanglos und langweilig. Diese Nummer ist dem an sich richtig gutem Album einfach nicht würdig. Das könnt ihr doch viel besser Jungs!

Ansonsten gibt es nichts weiter zu meckern. Eine CD, die man auf jeden Fall mal antesten sollte und wenn sie sich dann im heimischen Player dreht, gibt es immer was Neues zu entdecken. Für Vinyl-Fans wäre noch zu erwähnen, dass Blue Rose Records das Scheibchen auch als LP anbietet und das zu einem fairen Preis. Eine tolle CD, die man zu jeder Gelegenheit hören kann!

 

TRACKLIST:
01. The Long Way
02. Shame On Me
03. Nothin’ But A Driver
04. Hard Times
05. Done It All
06. Open Your Eyes
07. Kid Next Door
08. Way It Used To Be
09. Get On The Bus
10. Slip Away
11. Solitaire
12. Give Me Room

Mike